Das Folk-Musik-Festival klangland vom 11. August steht heuer ganz im Zeichen von «1000 Jahre Naters». Das Thema Musik und Identität spiegelt sich in 4 Stationen wieder:

1. Musik aus dem Mittelalter wird von der Gruppe «Schellmerÿ» auf historischen Instrumenten vorgetragen. Klänge aus vergangenen Zeiten.

2. Die Befindlichkeit der Auswanderer nach Argentinien lässt sich in den Darbietungen des Tangoensembles «Tango Salón» um den Berner Bandoneonisten Peter Gneist, bei dem die Natischer Geigerin Regina Salzmann Trottman mit von der Partie ist, spüren.

3. Die lebendige und sich stets weiterentwickelnde Volksmusik der Hiergebliebenen wird von der einheimischen Formation «Oberwalliser Ländlerwerkstatt» präsentiert.

4. Offen für Neues: Mit dem Programm «hin und über» wagt das Trio «Jütz» den Sprung über die Landesgrenzen. Schweizer und Tiroler Musikkulturen treffen aufeinander und gehen neue Wege in die Zukunft.


Der Anlass mit umwerfenden Musikformationen gehört seit Jahren zu den Höhepunkten des Sommerprogramms. Die Konzerte werden szenisch anmoderiert, wodurch der thematische Kontext und die entsprechende Stimmung vermittelt wird.

Für die Umsetzung konnte die Natischer Schaupielerin Stefanie Ammann engagiert werden.

 

Datum

Samstag, 11. August 2018
Naters

16.15 Uhr Einfindungszeit Kirchenplatz
16.30 Uhr Start Rundgang Naters
18.45 Uhr Ende des Rundgangs

Bei Schlechtwetter findet der Anlass im WNF statt.

Spielorte

Ort der Begegnung
Kaplaneigarten
Alter Dorfplatz
Treppenhof Missione Cattolica

Preise

Einzeleintritt 1000 Rappen
(CHF10.–)

Vorverkauf

Blumenhaus Philibert Zurbriggen AG

Blatten-Belalp Tourismus Onlineticket


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Schellmerÿ

Schellmerÿ erzählt auf allerlei Instrumenten (Drehleier, Harfe, Dudelsack, Schalmei, Bouzouki) Geschichten vom Vorgestern: aus dem Leben der Bauern und Küher, der Pilger und Geissler, der Landvögte und Ritter, der Reisläufer und Spielleute, der Mönche und Heiligen, der Bettler und Müssiggänger... vorgetragen in altem schwÿzerdütsch, patois, rumantsch, dialetto ticinese, lateinisch, mittelhochdeutsch, altfranzösisch, provençalisch und altspanisch.

Die Lieder und Tänze stammen vorwiegend aus der Schweiz und datieren vom frühen Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert.

www.schellmery.ch

 
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Oberwalliser ländlerwerkstatt

In der Oberwalliser Ländlerwerkstatt bringen ehemalige Mitglieder der bekannten Oberwalliser Spillit deren apartiges Repertoire wieder zum Erklingen.
Neben der traditionellen Walliser Volksmusik von Adolf Imhof oder der Walpini spielen sie die Musik ihres ehemaligen Spillit-Freundes Amadé Salzmann, einem der ersten Pioniere der neuen Schweizer Volksmusik.

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Tango Salón

Zur Entstehungszeit des Tangos trafen in Buenos Aires ganz verschiedene Nationalitäten und Mentalitäten aufeinander, in ähnlicher Weise haben sich hier fünf tangobegeisterte KammermusikerInnen aus ganz verschiedenen Ecken zu einem einzigartigen Tango-Ensemble zusammengeschlossen.

Sie stellen sich der Herausforderung, den einstigen traditionellen Tangoorchesterklang im kleinen Ensemble mit Bandoneon und Streichquartett wieder erklingen zu lassen.

Die Musiker sind fasziniert von der Energie und der Leidenschaft des klassischen Tangos wie auch der moderneren Musik von Astor Piazzolla. Sie haben Lust, das Publikum mitzureissen und auch bei ihm diese Faszination zu wecken.

 
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Jütz

JÜTZ tanzt & sinniert, hoazt & latscht, secklet & schlarpfet.

Ausgehend von alpinen Tänzen und Weisen, über tonale Ab- und Umwege, stellt JÜTZ die gesamtalpine Folklore kopfüber in den Rahmen einer ungenierten, alle Sinne beanspruchenden Klangkonferenz.

Das zur Hälfte aus der Schweiz und aus Tirol stammende Ensemble bewahrt respektvoll eine lange gepflegte Tradition alpiner Volksmusik und öffnet sie zugleich für “grenzenlose Improvisation und Freiheit nach außen, fernab der momentanen Verklärung von Nationalstaatlichkeit in Abgrenzung zum nicht-okzidentalen Fremden.

Nebenbei offenbaren die Musiker ein Verständnis von Zuhause, das zum Massstab erhoben werden sollte” (Folkmagazin, DE).

Hier trifft eine “Emmentaler Gedichtrezitation zum Verlieben” (Jazzthetik, DE) auf “modern minimalistische Interaktionen” (Ludwigsburger Kreiszeitung, DE). Dabei scheut die Gruppe keine Höhenmeter für Halt in Hütten, Galerien oder barocken Konzerthallen und versteht sich, enthaltsam dem Sennenkutteli und Dirndl, als “hochmoderner Partikelfilter gegen die akustische Um-
weltverschmutzung des alpinkulturellen Degenerationsprozesses” (Lois Hechenblaikner, AT).

 


Moderation

Geb. am 30. August 1981 in Brig, aufgewachsen in Naters.
Nach der Matura am Kollegium Brig ein Jahr auf Reisen in Frankreich, Spanien und Amerika.
Januar 2002: Realisation des ersten Theaterstückes «& sie riecht doch» im Kellertheater in Brig. Text und Schauspiel.
Studium der Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften in Basel und Bern. Studium an der Zürcher Hochschule der Künste, Dep. Darstellende Künste und Film.
Ausbildung zur Yogalehrerin an der Yoga University in Villeret/BE.

Sie lebt als Theaterschaffende und Yogalehrerin im Wallis. Die Sommermonate verbringt sie als Rinderhirtin in den wunderschönen Walliser Bergen.


Stefanie Ammann, Schauspielerin, Sprecherin und Regisseurin

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